Masterarbeit Tipps – der Einstieg

Masterarbeit Tipps – der Einstieg

Wie mit der Masterarbeit anfangen?

Den Einstieg in die Masterabeit bewältigen.

Der Einstieg in die Masterarbeit wird von vielen Student:innen als schwierige Phase empfunden. Wie die Probleme, die viele damit haben, entstehen und wie man es sich leichter machen kann, ist das Thema dieses Blogbeitrags.

Was sind typische Probleme beim ersten Einstieg in die Masterarbeit?

Zuerst muss die Fragestellung eingegrenzt werden. Dabei muss man sicherstellen, dass es einen ausreichenden Forschungsstand bzw. eine gute Datenlage gibt.

Die Einstiegsphase ist deshalb so schwierig, weil man noch keine Orientierung hat – denn die schafft man sich erst mit der Fragestellung. Professoren geben üblicherweise keine Fragestellungen vor, weil es zum wissenschaftlichen Arbeiten gehört, dass man sich selbst die nötige Orientierung schafft.

Problem Nr. 1: Das Einlesen

Das am weitesten verbreitete Problem besteht darin, dass Student:innen sich beim Einlesen in ein Thema verirren.

  • Sie lesen sich unsortiert und zu tief in Themen ein, die sie am Ende nicht brauchen.

  • Leicht passiert es dabei, dass man zu viele Randaspekte aufnimmt und am Ende den Eindruck hat, das Thema sei zu komplex.

  • Zum Schluss sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und kann auf diese Weise schon zu Beginn der Masterarbeit in eine Arbeitsblockade geraten.

Was kann man dagegen tun?

Grundsätzlich ist dazu zu sagen, dass man den Arbeitsschritt der Themensuche und -eingrenzung nicht mit den eigentlichen Bearbeitungsschritten vermischen darf, die erst später kommen.

  • Lesen Sie sich am Anfang nicht tief ein.

  • Denken Sie daran, dass Sie sich erst einmal nur einen Überblick über das Forschungsfeld verschaffen wollen.

  • Arbeiten Sie mit Mindmaps und wählen Sie aus, was Sie wirklich brauchen, um Ihr Thema einzugrenzen.

  • Lassen Sie sich von Vorschlägen einer KI – ob ChatGPT oder andere – nicht verwirren. Sie wollen ein eigenes Forschungsinteresse bearbeiten, dass Sie erst noch zu fassen bekommen müssen. Bleiben Sie bei sich selbst.
  • Die richtige Literaturrecherche und das richtige Lesen kommen erst später.

Problem Nr. 2: Es gibt so viele interessante Themen

Ein weiterer Fehler, den wir beim Unicoaching immer wieder sehen, besteht darin, dass sich Studenten nicht entscheiden können, welches Thema sie bearbeiten wollen.

  • Man liest für einen Einstieg zu viel und denkt, das Thema sei zu komplex. Beim nächsten Versuch passiert dasselbe.

  • Man sucht nach dem einen Thema, das wirklich zum eigenen Interesse passt. So hüpft man von Thema zu Thema, bis einem der Kopf schwirrt.

  • Oder man glaubt, dass ein Thema nicht genug hergibt, um all die Seiten zu füllen.

Wie kann ich damit umgehen?

Hinter solchen Entscheidungsschwierigkeiten stecken zwar unterschiedliche Problemlagen, aber die Herangehensweisen, um diese Fehler zu vermeiden, ähneln sich.

  • Zu tiefes Einlesen ist immer wieder ein Stolperstein, den man unbedingt vermeiden sollte. Verschaffen Sie sich zum Einstieg nur einen großen Überblick über das Forschungsfeld, um von dort aus eine mögliche Forschungsfrage weiter einzugrenzen.

  • Hinsichtlich der hohen Ansprüche sollte man sich klarmachen, dass man zwar ein interessantes Thema braucht, um durch die Masterarbeit zu kommen. Aber es gibt nur selten das eine richtige Thema. Jedes Thema entwickelt erst bei näherer Beschäftigung seinen eigenen Reiz. Seien Sie also offen.

  • Wer Angst hat, die Seiten nicht füllen zu können, sollte sich klarmachen, dass eine wissenschaftliche Arbeit aus diversen Kapiteln besteht, in denen zunächst Begriffe eingegrenzt und theoretische Grundlagen diskutiert werden müssen. Schon damit füllen Sie leicht ein Drittel bis die Hälfte der Seiten. Versuchen Sie, eine erste experimentelle Gliederung zu entwerfen, und Sie werden sehen, dass es viele Unterpunkte gibt, die gefüllt werden müssen. Das relativiert die Angst.

  • Man kann ChatGPT um Gliederungsentwürfe bitten. Aber lassen Sie sich von den vielen Vorschlägen, die Sie bekommen, nicht erneut verwirren. Bleiben Sie bei Ihrem eigenen Interesse, das eine KI nicht kennen kann, solange Sie sich selber noch nicht sicher sind.

Problem Nr. 3: Prokrastination

Den Einstieg in die Masterarbeit aufzuschieben, hat viele Gründe. Aber es gibt einen typischen Grund:

  • Man sieht den ganzen Berg vor sich und verliert den Mut.

Das ist eine verständliche Sichtweise. Denn bisher hat man nur die ein oder andere Hausarbeit geschrieben. Vielleicht gibt es auch noch unangenehme Erinnerungen an die Bachelorarbeit, die mit viel Stress und Verzweiflung einherging. Das Berg-Problem spielte auch damals schon eine entscheidende Rolle.

Reflektieren Sie Ihre Bachelorarbeit. Haben Sie dort den Fehler gemacht, mit einer unklaren Fragestellung zu beginnen und beim Bearbeiten zwischen verschiedenen Arbeitsschritten hin und her zu springen? Hatten Sie in Ihren Hausarbeiten und in der Bachelorarbeit den Anspruch, immer alles im Kopf zu haben?

Wie kann ich das Berg-Problem vermeiden?

  • Man kann nicht oft genug betonen, dass jeder Berg nur in einzelnen Schritten erklommen wird.

  • Machen Sie sich einen Plan von den notwendigen Schritten (entwerfen Sie eine Gliederung).

  • Arbeiten Sie anschließend die Schritte in ihrer Reihenfolge ab und springen Sie nicht hin und her. Man kann nicht alles gleichzeitig im Kopf haben.

So verliert jedes Thema seine Bedrohlichkeit. Man kann sehen, dass jeder einzelne Arbeitsschritt machbar ist und man den Berg Schritt für Schritt bewältigen kann.

Wie können mir meine Betreuer:innen helfen?

Wenn man mit der Eingrenzung des Themas noch nicht zufrieden ist, sollte man die Betreuer um Rat fragen.

Man sollte aber nicht mit vagen Vorstellungen zu Betreuern kommen. Um ein sinnvolles und hilfreiches Gespräch mit Professor:innen zu führen, muss man zumindest sein Thema irgendwie eingegrenzt haben. Gut ist es auch, schon einen ersten Gliederungsentwurf vorlegen zu können, der noch nicht perfekt sein muss. Betreuer:innen sind dann in der Lage, konkrete Verbesserungsvorschläge zu machen.

Wie kann mir wissenschaftliches Coaching helfen?

Als wissenschaftliche Coaches kennen wir nicht nur die Probleme von Studenten aus unserer 25-jährigen Erfahrung. Wir begleiten Sie bei ihren Masterarbeiten mit fachlicher Expertise, vermitteln Arbeitsstrategien im laufenden Projekt und stehen als Diskussionspartner wie auch Motivatoren an Ihrer Seite.

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