Exposé schreiben

Ein Exposé ist eine Skizze Ihres Projekts

Je nach dem, ob Sie eine Bachelorarbeit schreiben, eine Masterarbeit oder eine Doktorarbeit, gestaltet sich der Aufwand für ein Exposé sehr unterschiedlich.

Das Exposé

Ein Exposé gibt Ihnen Orientierung, wenn Sie im Schreibprozess einmal den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht mehr sehen. Ihrem Prof. ermöglicht es eine Einschätzung Ihres Arbeitsvorhabens.

Im Expose stellen Sie das Problem dar, in dem sich Ihre Fragestellung bewegt. Aus der Problemdarstellung folgt eine konkrete Fragestellung und schließlich werden die wichtigsten Arbeitsschritte Ihres Projekts aufgezeigt. Letztlich arbeiten Sie damit dieselben Punkte ab, die auch in die Einleitung gehören. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Sie im Exposé sagen was Sie vorhaben, während Sie in der Einleitung sagen, was Sie in Ihrer Arbeit getan haben.

Student vor eine Heft, in dem er schreibt.
Das Exposé ist eine kurze Skizze Ihrer Arbeit als Diskussionsgrundlage für Ihre Professoren.

Wie schreibt man ein Exposé?

Worauf es bei einem Exposé ankommt unterscheidet sich von derArt der Arbeit, die damit skizziert werden soll. Der Aufwand, den man für ein Exposé einer Bachelorarbeit betreiben muss, ist naturgemäß geringer als für eine Masterthesis. Für eine Doktorarbeit stellt das Exposé bereits eine Herausforderung dar, die einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand erfordert.

Bei Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten

kann eine Exposé nur ein bis zwei Seiten umfassen oder darin bestehen, ein Formular auszufüllen, das Ihnen die Stationen vorgibt, die in dieser Projektskizze darzustellen sind.

Für eine Doktorarbeit

ist der Arbeitsaufwand erheblich größer, denn Sie müssen sich zunächst einen guten Überblick über den Forschungsstand verschaffen, die Auswahl ihrer theoretischen Grundlage und des geplanten methodischen Vorgehens genau begründen und vor allem die Forschungslücke aufzeigen.

Foto Student lesend vor Bücherregalen.
Für das Exposé müssen Sie eine Fragestellung und grobe Orientierung im Forschungsfeld haben.

Im Exposé beantworten Sie folgende Fragen

  • Was will ich wissen?
  • Warum ist meine Fragestellung interessant?
  • Wie will ich vorgehen, um die Fragestellung abzuarbeiten?
  • Welche Erkenntnis erhoffe ich mir?
  • Welche Theorien sollen herangezogen werden?
  • Was ist der Forschungsstand (grober Überblick)
  • Welche zentralen Begriffe müssen definiert werden?
  • Welche Methoden sollen für eine empirische Studie herangezogen werden?
  • Gelegentlich werden in einem Exposé auch Gliederung und Zeitplan verlangt.

 

Wir unterstützen Sie dabei, eine klare Fragestellung zu finden, den relevanten Forschungsstand zu ermitteln, ein geeignetes methodisches Vorgehen auszuwählen und eine Gliederung zu entwickeln.

Welche Hilfe bekomme ich beim Wissenschaftscoaching?

#1

Coaching ist fachlich kompetente Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten. Ein Wissenschaftscoach unterstützt Sie darin, Ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit oder selbst zu schreiben. Ihr Coach begleitet Sie dabei und kann schon während des Schreiprozesses oder auch zum Schluss Ihren Text lektorieren.

#2

Sie werden von Fachwissenschaftlern unterstützt – gleichgültig, ob Sie nur eine bestimmte Frage klären wollen, oder ob Sie eine Begleitung durch den gesamten Arbeitsprozess suchen. Unsere Coaches sind ein fachlich kompetente Diskussionspartner, die sich in Ihrem Thema inhaltlich bewegen können und darauf achtet, dass Sie alle Arbeitsschritte systematisch umsetzen, die für Ihre Abschlussarbeit nötig sind.

#3

Coaching orientiert sich an Ihrem individuellen Beratungsbedarf und Arbeitstyp. So können Blockaden gar nicht erst entstehen – oder sie werden schnell wieder abgebaut.

#4

Am Anfang Ihres Projekts steht immer eine gut eingegrenzte Fragestellung. Dazu ist es nötig, den Forschungsstand zumindest in großen Zügen zu kennen. An diesem Punkt sind Sie bereits in der Lage, ein Exposé zu erstellen. Erst dann beginnt das detaillierte Strukturieren. Ein erster Gliederungsentwurf entsteht, der nun systematisch abgearbeitet werden kann.

Bei all diesen Arbeitsschritten werden Sie von Fachwissenschaftlern begleitet.

Wir sind aus dem gesamten Bundesgebiet erreichbar – z.B. aus Freiburg, Düsseldorf Münster, Dresden oder Halle.

Exposé schreiben Tipps

Hier erhalten Sie wertvolle Tipps dazu, wie man ein Exposé schreiben muss

Mit einem Exposé sollen Sie Ihr Schreibprojekt in übersichtlicher, knapper Form nachvollziehbar vermitteln. Möglichen Betreuern gibt es einen ersten Überblick über Ihr Vorhaben, oder es ermöglicht einer Prüfungskommission die Entscheidung, ob man Ihnen ein Stipendium für ein Promotionsprojekt gewährt. Es ist also letztlich ein Dokument, mit dem Sie sich bewerben – bei möglichen Betreuern oder bei einem potenziellen Geldgeber für die Dissertation.

Grundsätzlich hat ein Exposé informativen Charakter, es soll knapp und gut strukturiert sein, um dem Adressaten einen guten Einblick in Ihr Arbeitsvorhaben zu geben. Je nach Zielsetzung ist es mehr oder weniger umfangreich.

Bei Qualifikationsarbeiten (Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit) ist das Exposé ein kurzes Briefing, damit sich eine mögliche Betreuungsperson schnell einen Einblick verschaffen kann, wie weit Sie sich mit Ihrem Thema beschäftigt haben und, ob die Bearbeitung in der vorgesehenen Zeit zu schaffen ist.

Für Dissertationen oder Stipendienanträge muss das Exposé aufzeigen können, dass ein neuer Beitrag zum Forschungsfeld geleistet wird.

Niemand wird Sie auf Ihr Exposé festnageln. Es ist lediglich eine Skizze und während der eigentlichen Arbeit kann sich noch Vieles ändern. Dennoch muss es gut durchdacht sein, um Interesse zu wecken.

Auch wenn das Exposé „nur“ ein erster Plan für eine Abschlussarbeit oder eine Dissertation ist, so gibt es auch Ihnen Orientierung im Schreibprozess, damit Sie sich nicht auf Nebenschauplätze verlieren.

Die Anforderungen an ein Exposé unterscheiden sich erheblich. Im Folgenden finden Sie den richtigen Leitfaden für Ihr Exposé.

Für eine große Hausarbeit kann gelegentlich ein Exposé verlangt werden. Da man bei der begrenzten Seitenzahl einer Hausarbeit nicht sehr tief in ein Thema einsteigen kann, sind die Anforderungen an das Exposé nicht schwer zu erfüllen.

Wie jedes andere Exposé dient auch das Exposé für eine Hausarbeit als Gesprächsgrundlage, damit Betreuer einschätzen können, ob Ihr Arbeitsvorhaben realistisch ist und bewältigt werden kann.

Das Exposé für eine Hausarbeit sollte nicht mehr als ein bis zwei Seiten umfassen. Es enthält:

  • Auf dem Deckblatt: Namen, Martrikelnummer, Titel des Seminars und Name der Professorin bzw. des Professors sowie Titel der Hausarbeit
  • Problemdarstellung: Worum soll es gehen?
  • eingegrenzte Fragestellung
  • Kurzer und grober Überblick über den relevanten Forschungsstand inkl. einiger Literaturhinweise
  • Erster Gliederungsentwurf
  • Zielsetzung der Hausarbeit (Erkenntnisinteresse)
  • Literaturauswahl

Auf dieser Grundlage sind Betreuer in der Lage, Verbesserungsvorschläge mit Ihnen zu besprechen.

Das Exposé für eine Bachelorarbeit soll einer Betreuungsperson Ihr Vorhaben in kurzer übersichtlicher Form vorstellen. Es ist in der Regel ca. 2-5 Seiten lang. Dennoch gehört einiges dazu, diese Seiten zu strukturieren und mit klaren Aussagen zu füllen.

Auch wenn das Exposé für eine Bachelorarbeit nur sehr kurz ist, sollte es über ein Deckblatt mit den folgenden Punkten verfügen:

  • „Bachelorprojekt im Fach xy“
  • Thema bzw. Titel Ihrer Bachelorarbeit
  • Ihr Name
  • Matrikelnummer

Inhaltlich sollte das Exposé dem typischen Aufbau folgen:

  • Thema: Worum geht es und warum ist es interessant, sich mit diesem Thema zu beschäftigen?
  • Fragestellung: Das Thema ist noch nicht die Fragestellung. Vielmehr wird die Fragestellung aus dem Thema abgeleitet und muss klar eingegrenzt sein. Potenzielle Betreuer wollen einschätzen, ob Ihre Fragestellung nicht zu groß gewählt ist.
  • Soweit dies thematisch möglich ist, sollte eine Zielsetzung formuliert sein, z.B. Handlungsempfehlungen. Bei sozialwissenschaftlichen oder geisteswissenschaftlich orientierten Bachelorarbeiten ist eine so klare Zielsetzung kaum möglich, dort formuliert man das Forschungsinteresse.
  • Grober, ersten Einblick in das Forschungsfeld: Welche Themen, die für Ihre Fragestellung relevant sind, wurden von der Forschung bereits behandelt und was sind die Erkenntnisse, die Sie in einer
    überblicksartigen ersten Literaturrecherche gefunden haben? Gibt es Daten, auf die Sie zurückgreifen können? Geben Sie dazu auch die Literaturhinweise an. – Professoren wollen einschätzen, ob Sie das
    relevante Forschungsfeld bereits gefunden haben. Sie müssen nicht schon eine umfassende Literaturrecherche vorweisen können.
  • Wissen Sie schon, welchen theoretischen Ansatz Sie für die Bearbeitung der Forschungsfrage verwenden wollen? Dann erwähnen und begründen Sie Ihre Auswahl.
  • Wenn Ihre Bachelorarbeit einen empirischen Teil beinhaltet, sollten Sie möglichst schon eine Vorstellung davon haben, ob Ihr methodischer Ansatz qualitativ (Interviews, Beobachtung) oder quantitativ (Fragebogen) sein wird. Sie müssen die Forschungsmethode nicht beschreiben, aber Sie
    sollten Ihre Wahl kurz begründen.
  • Gliederungsentwurf: Dieser erste Entwurf einer Gliederung muss nicht perfekt sein. Es geht lediglich darum, dass Professoren erkennen können, in welchen Schritten Sie an die Bearbeitung herangehen wollen, um ggf. eingreifen und Vorschläge machen zu können.
  • Wenn ein Zeitplan von Ihnen verlangt wird, fügen Sie ihn hier ein.
  • Literaturauswahl: In der Literaturliste muss man sich nicht auf die Titel beschränken, die man im Text zitiert hat, besser ist eine kleine Literaturauswahl, die man für relevant hält. Für Ihre Professoren ist
    die Literaturauswahl aufschlussreich.

Auch für die Masterarbeit gilt: Ihre Professoren wollen anhand des Exposés einschätzen können, ob das gewählte Thema zu Ihrem Studienfach passt, die Fragestellung so weit eingegrenzt ist, dass Sie sich nicht verirren werden und, ob Sie sich schon einen ersten Überblick über das relevante Forschungsfeld verschafft haben. Insgesamt geht es also darum, ob Sie Ihre Masterarbeit in der vorgegebenen Bearbeitungszeit bewältigen können. Das Exposé dient als Gesprächsgrundlage, damit Professoren oder Betreuer Verbesserungsvorschläge machen können.

Das Exposé für eine Masterarbeit umfasst in der Regel 2-5 Seiten.

Sehr selten werden mehr als 5 Seiten verlangt, dann gibt Ihr Institut ein Informationsblatt heraus, in dem alle Gliederungspunkte aufgeführt sind, die es enthalten soll.

Beginnen Sie mit dem Deckblatt:

  • „Masterarbeit im Fach xy“
  • Thema
  • Name
  • Matrikelnummer
  • Inhaltsverzeichnis


Der Aufbau Ihres Exposés sollte die typische übersichtliche Form haben:

  • Thema (Problemdarstellung): Welches Problem wollen Sie betrachten und weshalb ist dies interessant?
  • Eingegrenzte Fragestellung: Die Fragestellung wird aus dem Thema abgeleitet. Betreuer wollen erkennen, ob Ihre Fragestellung genügend eingegrenzt ist, dass sie in der vorgegebenen Zeit bearbeitet werden kann.
  • Zielsetzung: Was wollen Sie in der Masterarbeit herausfinden? In betriebswirtschaftlichen oder auch in pädagogischen Arbeiten wollen Sie am Ende vielleicht konkrete Handlungsempfehlungen formulieren.
    In sozial- und geisteswissenschaftlichen Arbeiten geht es eher darum, ein bestimmtes Erkenntnisinteresse zu nennen.
  • Grober Überblick über das Forschungsfeld: Welche Erkenntnisse konnten Sie aus einer überblicksartigen Literaturrecherche ziehen? Oder müssen Sie für den Forschungsstand auf thematische Nachbarfelder zurückgreifen, um Ableitungen für Ihre spezifische Forschungsfrage zu
    diskutieren? Gibt es Daten, auf die Sie zurückgreifen können?
    Vergessen Sie die Literaturhinweise nicht. – Professoren erkennen daran, ob Sie bereits das relevante Forschungsfeld gefunden haben. Es geht nicht darum, dass Sie den gesamten Forschungsstand kennen, sondern nur, ob Sie sich eine erste Orientierung verschafft haben.
  • Welchen theoretischen Ansatz wollen Sie verwenden? Begründen Sie diese Wahl. In betriebswirtschaftlichen Arbeiten kann der theoretische Ansatz auch aus einem Modell bestehen.
  • Die meisten Masterarbeiten beinhalten einen empirischen Teil. Sie sollten deshalb eine methodische Herangehensweise benennen und begründen können. Es geht nicht darum, die Methode schon zu erläutern und auch nicht darum, schon einen Fragebogen oder Interviewleitfaden zu haben, sondern lediglich um eine Begründung der Methodenwahl.
  • Gliederungsentwurf: Ihre Professoren wollen gegebenenfalls in der Lage sein, Verbesserungsmöglichkeiten vorzuschlagen.
  • Literaturauswahl: Die Literaturliste sollte sich nicht auf Titel beschränken, die Sie im Text zitiert haben. Schreiben Sie lieber eine kleine Literaturauswahl, damit Ihr Prof. einschätzen kann, in welcher Forschungsrichtung Sie sich bewegen werden.

Auch das Exposé für eine Promotion ist nicht in Stein gemeißelt. Gerade in empirischen Forschungen kann sich noch vieles ändern. Es kann z.B. vorkommen, dass sich die Forschungsfrage angesichts des empirischen Materials neu ausrichtet oder, dass der angedachte theoretische Ansatz doch nicht passt.

Exposé als kurzes Briefing für ein Promotionsprojekt

Wenn es um eine erste Gesprächsgrundlage mit Professor:innen geht, deren Interesse Sie wecken wollen, reicht ein grober Überblick über den Forschungsstand. In diesem frühen Stadium wollen Professor:innen mitreden können, damit Ihre Dissertation zum eigenen Interessenfeld passt. Sie möchten die Stoßrichtung weiterer Recherchen lenken können. Im Gegenteil: Ein umfassendes Exposé könnte dazu führen, dass sie kein Interesse an Ihrem Thema entwickeln.

Als Diskussionsgrundlage muss Ihr Exposé noch nicht aufwendig sein, es reicht, wenn Sie die Forschungslücke und Ihr Forschungsvorhaben auf ca. 5 Seiten skizzieren können. Dennoch sollte es übersichtlich und gut gegliedert sein.

  • Deckblatt mit Namen, Thema und eine kleine Gliederung des Exposés
  • Problemdarstellung: Worum soll es in Ihrem Promotionsprojekt gehen? Was ist grundsätzlich interessant daran?
  • Forschungsinteresse: Was interessiert Sie an diesem Thema? Welche Erkenntnisse erhoffen Sie sich von einer Dissertation?
  • Grober Überblick über den Forschungsstand: Wo sehen Sie eine mögliche Forschungslücke?
  • Haben Sie bereits Ideen, auf welche theoretischen Ansätze Sie zurückgreifen wollen? Besteht die Forschungslücke vielleicht darin, dass ein bestimmter theoretischer Ansatz bisher noch nicht verwendet wurde?
  • Haben Sie schon Vorstellungen von einem möglichen methodischen Vorgehen? Manchmal besteht die Forschungslücke auch darin, dass eine Fragestellung bisher nur quantitativ bearbeitet wurde. Aus
    bestimmten Gründen erhoffen Sie sich aber von einer qualitativen Herangehensweise weitere Erkenntnisse.
  • Literaturauswahl

 

Für ein erstes Gespräch bieten diese Informationen potenziellen Betreuer:innen bereits wichtige Ansatzpunkte, um zu erkennen, ob Sie an Ihrem Promotionsprojekt interessiert sind und, um Anregungen zu geben, in welche Richtung Sie weiter recherchieren sollten.

Umfassendes Exposé für eine Dissertation

Für die Zusage von Professoren, Sie als Doktorand:in aufzunehmen und, um an der Uni zugelassen zu werden, brauchen Sie ein umfassendes Exposé.

Für ein aussagefähiges Exposé sollten Sie ausreichend Zeit einplanen. Es geht darum überzeugend darzulegen, dass man in der Lage ist, einen neuen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion in ausreichender Qualität und Tiefe zu leisten.

Eine zeitraubende Aufgabe kann z.B. darin bestehen, sich soweit in den relevanten Forschungsstand einzuarbeiten, dass Sie die Forschungslücke, die Sie bearbeiten wollen, konkret aufzeigen können.

Theoretische Ansätze und methodisches Herangehen müssen benannt und begründet werden. Dies bedeutet, dass Sie sich zumindest eingelesen haben und benennen können, nach welchen Kriterien Sie Ihre Quellen auswählen wollen. Besser ist es natürlich, man kann bereits die konkreten Quellen nennen und hat den Zugang dazu schon gesichert.

Der Gliederungsentwurf sollte detailliert sein.

Da für Dissertationen oftmals ein zeitlicher Rahmen gesetzt wird, sollte es einen Zeitplan geben.

Hier noch mal alle Punkte im Überblick, die zu Ihrem Exposé gehören:

  • Deckblatt (Name der Uni, Fachbereich, Promotionsvorhaben mit dem Titel …., Ihr Name, Name des Betreuers)
  • Problemdarstellung
  • Aktueller Forschungsstand
  • Eingegrenzte Fragestellung
  • Erkenntnisinteresse (Ziel der Arbeit)
  • Theoretischer Ansatz mit Begründung Methodenwahl- und begründung
  • Empirisches Material, das verwendet werden soll
  • Detaillierter Gliederungsentwurf
  • Zeitplan

Dies Form entspricht grundsätzlich den Anforderungen, die auch an ein Exposé für eine Dissertation gestellt werden. Jedoch wenden Sie sich hier nicht an einen möglichen Betreuer, der bereits bei der Entstehung des Forschungsvorhabens mitgewirkt hat. Sie haben es vielmehr mit einer Prüfungskommission zutun, deren Verständnis für Ihr Forschungsthema nicht vorausgesetzt werden kann. Sie müssen in Ihrem Exposé also eine zwar akademisch gebildete, aber dennoch uninformierte Leserschaft mitnehmen.

  • Achten Sie schon bei der Problemdarstellung darauf, dass sie für jeden einsichtig ist.
  • Auch das Erkenntnisinteresse muss so formuliert sein, dass es uninformierten Lesern nachvollziehbar ist. Machen Sie den Forschungsbedarf deutlich.
  • Zur Methodenwahl- und begründung sollten Sie vorher Erkundigungen über die Mitglieder der Kommission einziehen. Zumindest sollten Sie bedenken, in welchem fachlichen Spektrum sich der Fördertopf ansiedelt. In einigen Fächern haben sich z.B. die qualitativen Methoden noch nicht soweit durchgesetzt, dass man ein Verständnis dafür voraussetzen kann.


Da für eine Forschung meist auch Reise-, Sach- und Personalkosten entstehen, müssen diese übersichtlich aufgeführt und begründet werden.

Sie müssen potenzielle Geldgeber überzeugen. Arbeiten Sie deshalb die Stärken Ihres Projekts heraus. Vermitteln Sie, dass Sie planmäßig arbeiten. Zeigen Sie Ihre Vorarbeiten auf, z.B. indem Sie Ihre Quellen genau benennen und den Zugang dazu gesichert haben.

Eine persönliche Note wird Ihr Exposé aus der Fülle der Anträge, über die die Kommission zu entscheiden hat, herausheben.

Ein Exposé schreiben zu lassen – ob für eine Bachelorarbeit, eine Masterarbeit oder eine Dissertation – ist wenig sinnvoll. Für das Exposé müssen Sie ohnehin über all die Punkte Bescheid wissen, die oben genannt wurden, ansonsten lassen Sie sich Ihr Projekt aus der Hand nehmen. Ein ghost writer wird immer einen Aufbau wählen, der ihm oder ihr liegt. Da jeder Mensch seine Gedanken unterschiedlich strukturiert, kann es leicht passieren, dass Sie am Ende ein Exposé erhalten, mit dem Sie wenig anfangen können.

Wenn Sie in einer Schreibblockade sind, oder noch nicht genau wissen, wie Sie das Exposé aufbauen wollen, dann wenden Sie sich lieber an ein gutes Wissenschaftscoaching, bei dem Sie kompetente Sparring Partner haben, die gemeinsam mit Ihnen Ideen entwickeln und Ihren Kopf aufräumen. Achten Sie bei der Wahl eines Coaches darauf, dass diese Person über langjährige Erfahrung verfügt. Beim Unicoaching-Berlin gehören solche Unsicherheiten zum Alltag und werden systematisch behoben.